Immenhausen

Wanderung: Ehemalige Zechen

In drei übereinander lagernden Kohlenschichten wurde Braunkohle am Osterberg abgebaut. Die Flöze waren bis zu 13 m mächtig und 30 m tief. Die Geschichte des Abbaus ist sehr abwechslungsreich, insgesamt waren neun Betreiber am Osterberg aktiv. Vor allem als Heizmaterial für Haushalte und  Gewerbebetriebe wurde die Braunkohle genutzt.

Erste urkundliche Erwähnung in 1592, 1611 gründete sich die nachweisbar älteste Gewerkschaft (Kapitalgesellschaft) zur Ausbeutung der Gruben.  Die Landgrafen von Hessen benötigten die Kohle bis 1699 für ihre Eisenhütte in Knickhagen. Die Firma Habich aus Veckerhagen schürfte von1834 – 1842 sowohl für den Eigenbedarf als auch zur Herstellung von Farbe (Kasseler Braun).

Besonders auffällig aus der Reihe der Bergwerkbesitzer war  Adolf Schmidt (1891 – 1901). Er baute eine Drahtseilbahn zum Bahnhof Speele und zur Zeche Wilhelmshausen am Gahrenberg, entlohnte Dienstleistungen königlich und unterhielt seine Arbeiter nicht selten mit einer Musikkapelle bei gutem Essen und Trinken. In zehn Jahren flossen auf diese Weise rund eine Million Mark in die Dörfer des Kirchspiels Holzhausen. Schmidt musste jedoch bankrott nach Paris flüchten, von dort wurde er später nach Deutschland ausgeliefert und verurteilt. Letzte Betreiberin war die Firma Wegmann aus Kassel (1955 – 64) mit bis zu 50 Beschäftigten und einer Fördermenge von bis zu 40.000 Tonnen jährlich. Ein Grubenbrand in der Zeche Neue Hoffnung beendete 1963 den Bergbau in Holzhausen.
(Foto: Archiv für Dorfgeschichte Holzhausen)

Braunkohlezechen Osterberg

Treffpunkt: Wanderparkplatz Bürgerhaus Immenhausen-Holzhausen, Kasseler Straße 70, Immenhausen-Holzhausen

  •  Termin 19. Juni 2018, 9.30–12 Uhr (oder nach Vereinbarung)    
  • Geeignet für 5. bis 10. Klasse  
  •  Info/Anmeldung Helmut Bretthauer, Tel. 05673 2933  
  •  Kosten frei

NVV

Haltestelle Immenhausen- Holzhausen Raiffeisen, Bus Linie 40, 173

Wanderung geeignet für 5.-10. Klasse
Eintritt frei