Industriekultur in Nordhessen

Die Industrie- und Technikgeschichte spielt in Nordhessen eine prägende Rolle, wenngleich sie im Alltag nur noch bedingt präsent ist. Bergbau prägt beispielsweise nicht nur die Landschaft, sondern auch das Leben der Menschen. Auch die Folgen der Ansiedlung von Rüstungsindustrie in Kassel lassen sich noch heute im Stadtbild ablesen. Und seit Denis Papin, der französische Physiker, Mathematiker und Erfinder, in der Eisenhütte Veckerhagen um 1700 den ersten Dampfzylinder für eine Hochdruckdampfmaschine gießen ließ, sind erstaunliche Erfindungen und Bahn brechende Entwicklungen gefolgt, die in dieser Region ihren Ursprung haben.

Branchenriesen wie Henschel & Sohn, Salzmann & Comp., Kali + Salz, Volkswagen und SMA hatten und haben hier ihren Sitz. Die Industrialisierung hat vielen Menschen neue Erwerbsmöglichkeiten gebracht, ihr Leben geprägt und gleichzeitig das Bild Nordhessens bis heute verändert.

Das netzwerk industriekultur nordhessen nino hat sich zur Aufgabe gemacht, den reichen Schatz an lebendigen Zeugnissen des produzierenden Gewerbes sowie der Infrastruktur ins Bewusstsein zu bringen und für Besucher zugänglich zu machen. Dabei sollen wirtschaftliche, soziale, technische, architektonische und städtebaulicher Entwicklung in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft erfahrbar und nachvollziebar werden. Kleine und große Standorte der Industriekultur thematisch zu verknüpfen und ihre Akteure in einen Dialog zu bringen ist ein weiteres Ziel des netzwerks nino.

Organisation

Das netzwerk industriekultur nordhessen nino wird getragen von der Fördergesellschaft Nordhessen mbH. Bei Rückfragen, Anfragen, Anregungen steht Frau Dörte Lenz von der Fördergesellschaft Nordhessen, Tel. 0561 70949-12 oder doerte.lenz(at)nordhessen.de jederzeit gerne zur Verfügung.